Meteo Group

Erfolgskritische Wetterdaten für Notfalleinsätze auf See

Die Seefahrt ist selbst unter optimalen Umständen ein harter Job. Schiffsführer, Flottenbetreiber und Planer tragen große Verantwortung für Umsätze, Kosten und die Sicherheit ihrer Besatzungen. Sie wissen, dass fundierte Entscheidungen auf der Grundlage von Wetterdaten erfolgskritisch sind. Die Schifffahrts- und Meeresabteilung von MeteoGroup vereint Kenntnisse zum Wetter, zur Seefahrt und zur Routenplanung, um eine weltweit einzigartige, umfassende Lösung bereitzustellen. Fachkundige Wetteranalysen werden kombiniert mit Beratung von erfahrenen Seeleuten, die alles über Schiffe und die Schifffahrt wissen, und mit einem spezialisierten Routenplanungs-Netzwerk, das die Auslastung und die Sicherheit verbessert.

Notfälle und das Wetter
Auch mit den besten Vorsichtsmaßnahmen sind Notfälle nicht auszuschließen. Und auf See kann auch ein kleines Problem schnell zu einer Katastrophe werden. Hierfür bietet MeteoGroup den Wetterdienst für Notfallsituationen (Emergency Response Services). 
Wetterdaten sind eine wichtige Voraussetzung für jede Rettungsaktion. Auch bei schlechtem Wetter muss alles getan werden, um das Schiff und seine Ladung zu retten, ohne unnötige Risiken einzugehen. Bergungsspezialisten wie Boskalis, Multraship und Ardent haben Rahmenverträge mit MeteoGroup und können bei solchen Vorfällen zu jeder Tages- und Nachtzeit die Meteorologen hinzuziehen, die bei MeteoGroup Präsenzdienst haben. Diese stellen sofort detaillierte Wetterinformationen und ozeanografische Daten bereit, damit die Rettung so sicher und reibungslos wie möglich ablaufen kann.

Einige Fälle, in denen MeteoGroup geholfen hat:

Feuer auf See
Im März dieses Jahres hat das niederländische Unternehmen Boskalis, das verschiedene Dienstleistungen rund ums Meer anbietet, erfolgreich ein Großfeuer auf einem modernen, riesigen Containerschiff im Arabischen Meer gelöscht. Als das Feuer auf der Honam 900 Seemeilen südöstlich von Oman ausbrach, wurde Boskalis herangezogen, um es zu löschen und das Schiff zu retten.

In einer solchen Situation wird ein Notfallprozess befolgt. Während um die dreißig Boskalis-Mitarbeiter aus Singapur und den Niederlanden mobilisiert wurden, wurde der Präsenzdienst von MeteoGroup in Wageningen (Niederlande) kontaktiert. Während des gesamten Einsatzes erhielt das Bergungsteam tägliche Wettervorhersagen.

Gekentertes Frachtschiff Britannica im Ärmelkanal
Ebenfalls im März kenterte das 82 Meter lange Frachtschiff Britannica nach einer Kollision mit dem Fischtrawler Deborah im Ärmelkanal. Die Kollision ereignete sich etwa 50 Seemeilen nordöstlich von Cherbourg (Frankreich), und das Wrack der Britannica trieb mit drei Knoten kieloben in Richtung Westen. Der französische Bergungsschlepper Abeille Liberté eilte sofort zu Hilfe. Zugleich wurden die Wetterinformationen von MeteoGroup angefordert. Nur zwei Tage nach der Kollision erreichte der gekenterte Frachter den Pier von Le Havre.

Wrack der Kea Trader
Im Juli 2017 lief das Containerschiff Kea Trader auf Grund. Das Bergungsunternehmen Ardent begann sofort mit den Notfallmaßnahmen. Ein Teil der wichtigen Informationen, die für diese Maßnahmen erforderlich sind, sind die MetOcean-Bedingungen (MetOcean = Meteorologie und (physikalische) Ozeanografie). Während Ardent die Arbeit aufnahm, wurden bei MeteoGroup unterstützende Wettervorhersagen angefordert. Die Bergung fand nicht nur zu Wasser statt. Container wurden mit Hubschraubern vom Schiff geholt. Nach einiger Zeit brach das Schiff aufgrund starken Seegangs in zwei Teile. Nun wurden auf Wrackbeseitigung spezialisierte Unternehmen zur Angebotsabgabe aufgefordert. Ardent nutzte die MetOcean-Kenntnisse und -Daten von MeteoGroup, um die Operation so detailliert wie möglich vorzubereiten. Detaillierte Informationen zu Wind, Seegang und extremen Bedingungen wie der Taifunsaison und zu ihren Auswirkungen waren für eine solide Planung der Bergung unerlässlich.

Bergung der Baltic Ace
Im Dezember 2012 sank der Autotransporter Baltic Ace mit über 1.400 Autos an Bord nach einer Kollision mit einem Containerschiff. Dies passierte in der Nähe der Einfahrt in den wichtigsten Schifffahrtsweg zum Hafen Rotterdam. Die zuständige niederländische Behörde Rijkswaterstaat beauftragte Boskalis und seinen Partner Mammoet Salvage mit der Bergung des Wracks. Boskalis wurde sofort nach dem Unfall zu Hilfe gerufen. Schon jetzt wurde MeteoGroup zur Bereitstellung von Wetterinformationen herangezogen. Später wurde Boskalis mit der abschließenden Bergung beauftragt und verwendete dabei eine ähnliche Methode wie bei der erfolgreichen Bergung der Kursk viele Jahre zuvor. Das Schiff samt Ladung wurde in Teile zerschnitten, die einzeln geborgen wurden. Zum Schluss wurde der Meeresboden gereinigt. Während der gesamten erfolgreichen Operation stellte MeteoGroup die detaillierten lokalen Wettervorhersagen bereit.

Für weitere Informationen: sehen Sie: Offshore Forecasts

Verwandte Beiträge

Erfolgskritische Wetterdaten für Notfalleinsätze auf See

Auch mit den besten Vorsichtsmaßnahmen sind Notfälle nicht auszuschließen. Und auf See kann auch ein kleines Problem schnell zu einer Katastrophe werden. Hierfür bietet MeteoGroup den Wetterdienst für Notfallsituationen.

Mehr lesen

MeteoGroup und KISTERS erweitern ihre HydroMaster-Partnerschaft für Niederschlagsinformationen und -warnungen

KISTERS und MeteoGroup freuen sich, die Aufnahme der DHI Group als dritten Partner in die HydroMaster-Kooperation bekannt zu geben.

Mehr lesen