MeteoGroup prognostizierte extreme Kälte in Europa sechs Wochen im Voraus

Frühe Warnungen halfen Kunden aus verschiedenen Branchen, sich auf die Kältewelle einzustellen

Wir haben Ende Februar 2018, und es ist kalt in Westeuropa. Sehr kalt. Sogar kälter als zu dieser Jahreszeit üblich. Und unsere Kunden wussten darüber weit vorher Bescheid.

Da die Kälte sich auf große Teile unserer Wirtschaft auswirkt, können Sie sich umso besser vorbereiten, je früher Sie wissen, was auf Sie zukommt. So sparen Sie Geld, sorgen für einen sicheren Betrieb, erhöhen die Sicherheit und ermöglichen eine bessere Planung und reibungslosere Abläufe in allen Bereichen. Von Energieversorgern und Telekommunikationsanbietern über die Wasserwirtschaft, die Automobilbranche, den Einzelhandel und die Schifffahrt bis hin zum Transportwesen und zu Behörden profitieren alle Sektoren von einem zuverlässigen Frühwarnsystem.

„MeteoGroup bietet hochpräzise und fortlaufend aktualisierte Wetteranalysen und -lösungen, die Kunden auf der ganzen Welt Zugriff auf die Prognosen und Wetterdaten ermöglichen, die sie zur Unterstützung ihres Betriebs benötigen“, so Matt Dobson, Senior Energy Meteorologist bei MeteoGroup. „Mit unserem World Climate Service, dem eine fundierte Langzeitprognose für einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten zugrunde liegt, stehen unseren Kunden alle Daten und Tools zur Verfügung, die sie für ihre mittel- bis langfristige Planung benötigen. Dieses umfassende Tool, das in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Unternehmen Prescient Weather Ltd. entwickelt wurde, verbindet die Ergebnisse aus unterschiedlichen Modellen mit einer umfassenden meteorologischen und klimatologischen Expertise.“

„Für uns zeichnete sich der bevorstehende Kälteeinbruch erstmals Anfang Januar ab.“

Matt Dobson, Senior Energy Meteorologist bei MeteoGroup: „Unser Team von erfahrenen Meteorologen erstellte bereits Anfang Januar hervorragende Prognosen für den Februar, die uns geholfen haben, unsere Kunden angesichts widersprüchlicher Modellrechnungen bestmöglich zu beraten.“

Die folgende Zeitleiste veranschaulicht diese Entwicklung:

Anfang Januar: Erste Anzeichen für ein entsprechende „Großwetterlage“ (hoher Luftdruck in Nordeuropa und damit drohender Kälteeinbruch) für einen Zeitraum im Februar deuten sich gemäß der Analyse historischer Analogien durch unsere Energiemeteorologen an.

Mitte Januar: Interessante Aktivität in der Madden-Julian-Oszillation, einem Gebiet mit verstärkter Starkregen- und Gewitteraktivität zwischen dem Indischen Ozean und dem zentralen Pazifik. Das zunehmend deutlicher auftretende Muster und die anschließende Weiterentwicklung wurden als potenzielle Wetterauswirkungen für Europa im Februar identifiziert, dies wird als „Teleconnection“ bezeichnet.

Diese Vorhersage wurde am 18. Januar für unsere Kunden für Saisonprognosen in Großbritannien ausgegeben. Ähnliches haben wir auch in unserer am selben Tag erschienen Saisonprognose für Europa veröffentlicht.

„Wir beobachten außerdem die treibenden Faktoren der Prognosen für die subsaisonale Dauer (im Wochen- bis Monatsrhythmus), die zu weiteren unbeständigen Wetteränderungen in Großbritannien während des Spätwinters und zu Frühlingsbeginn führen könnten. Ein sich abschwächender stratosphärischer Polarwirbel und auch tropische Niederschlagsanomalien im Ostpazifik bis Mitte Februar könnten in Großbritannien in der zweiten Februarhälfte bis zur ersten Märzhälfte zu einer Kältewelle führen.“

Ende Januar: Von unseren Meteorologen wurden erste Signale von Wettermodellen registriert, die auf einen Zusammenbruch des stratosphärischen Polarwirbels (Windzirkulation in großer Höhe) Mitte Februar hindeuten. Unsere Temperaturprognosen für die kommenden drei bis vier Wochen haben für ganz Europa einen drohenden Kälteeinbruch identifiziert, der möglicherweise durch eine plötzliche stratosphärische Erwärmung hervorgerufen werden kann.

Anfang Februar: Das Angleichen mehrerer Prognosesignale ermöglichte eine noch zuverlässigere Prognose für die zweite Februarhälfte, die die Wahrscheinlichkeit einer stärkeren Kältewelle erkennen ließ. Die Vorhersage stammt vom 6. Februar.


„Natürlich ist es immer eine Frage der Wahrscheinlichkeit. Interpretation und Expertise sind wichtige Aspekte der abschließenden Beurteilung und Vorhersage“, so Matt Dobson weiter. „Wir haben darüber des Öfteren mit unseren Kunden diskutiert, vor allem mit Rohstoffhändlern und Energieversorgern, und hatten dabei den Eindruck, uns manchmal wie eine kaputte Schallplatte anzuhören. Noch vor einer Woche ging man in der Branche aufgrund des mittelfristigen modellbasierten Konfidenzintervalls dem Anschein nach davon aus, dass es doch nicht zu einem Kälteeinbruch kommen würde. Aber wir rieten den Kunden, an unserem Ausblick festzuhalten, und freuen uns, dass sie das getan haben.“

Catalyst Commodities
Paul Monk, Director bei Catalyst Commodities zählt zu diesen Kunden: „Wir prognostizieren den Energiebedarf in ganz Europa und sind Marktführer bei der Preisprognose für Großbritannien. Es ist für uns äußerst wichtig, im Voraus zu wissen, wann bestimmte Wetterbedingungen eintreten. Wir sind seit vier Jahren Kunde von MeteoGroup und ich kann nur bestätigen, dass die Qualität ihrer Langzeitprognosen wirklich gut ist. Bereits im Januar warnten uns ihre Berichte vor der extremen Kälte, die uns für Ende Februar und Anfang März bevorsteht. Dies ermöglichte es uns, unsere Nutzer lange vor Eintritt der branchenweit erwarteten Temperatureinbrüche auf das Risiko einer extremen Kältewelle hinzuweisen.

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